So denne, gerade aufgestanden nach einer langen Nacht auf dem Flughafen Tempelhof. Diesmal bin ich mit einem versöhnlicheren Gefühl aufgestanden.
Jarvis Cocker und Deichkind haben gestern so was von die Bühne und die Menge gerockt – jeder auf seine eigene Weise. Gerade von Jarvis Cocker, bei dem wir in der zweiten Reihe standen, war ich extrem positiv überrascht. Der ehemalige Pulp-Frontman kam auf die Bühne (krasse Ähnlichkeit mit Harald Schmidt in frühen Jahren) und hat mich sofort mit seiner extrem sympathischen witzigen Art in Bann genommen. Man hatte das Gefühl, dass er seinen Auftritt mindestens genauso genoss wie das Publikum, hat uns super mit Wort und “Tanz” (echt origineller Tanzstil…) unterhalten und für einige Lacher gesorgt. Obwohl mir seine Musik nicht so sehr gefällt (okay, haut mich aber eben nicht um), war er ein absolutes Highlight und ich würde immer wieder zu einem seiner (seltenen) Konzerte gehen.
Deichkind dagegen haben (wie gewohnt) die Halle dermaßen gerockt. Wir standen wieder ziemlich weit vorne und ich kann reinen Herzens sagen, dass ich noch nie soviel während eines Konzertes geschwitzt habe….
Die Show hat zwar nichts Neues geboten (Trampolin, Schlauchboot, Wasserpistolen, Fitnessgeräte und der bewährte Mülltüten-Neon-Style – aber genau das erwarte ich und rockt eben so dermaßen. Selten vergehen 1,5 h so schnell und sind mit so viel Ekstase – auf und vor der Bühne – gefüllt.
Zum Abschluss war Digitalism und der Typ von Hot Chip ganz nett – wobei man bei Digitalism im Hangar wieder sehr unter der schlechten Soundqualität gelitten hat….
Positiv wollte ich übrigens noch erwähnen, dass ich noch nie auf einem Festival war, wo die Anfangs- und Endzeiten so genau eingehalten wurde! Das ist ein echter Pluspunkt!
Als Fazit kann man den Veranstaltern nur folgende Punkte mit auf den Weg geben:
- Bitte behaltet euer gutes Händchen bei der Auswahl der Acts bei!
- Auch die Location war eigentlich ganz gut gedacht – jedoch schlecht umgesetzt. Wenn Auflagen verhindern, dass man das Festival auf einem eigentlich so coolen Gelände gut umsetzen kann (draussen, mehr Platz, auch für die Club-Stages), dann muss man sich vielleicht doch noch einmal nach einer Alternative umsehen…
- Auch die NoGos, die ich gestern aufgezählt habe (keine Bändchen, Eintrittskarten-Problematik, kein “Start”-Tetrapak erlaubt und keine Möglichkeit Trinkwasser kostenlos zu bekommen) sollten echt überdacht werden.
- Dann könnte es im nächsten Jahr noch besser werden!
Bleibt zu sagen: Ich gehe jetzt erst einmal frühstücken und bin gespannt, ob sich die Veranstalter auch noch einmal äußern und ehrlich und gut gemeinte Kritik annehmen!
In diesem Sinne…
PS: Fotos kommen nachher dann…
-------------------------------
Ähnliche Beiträge:

Dito. Wieder versöhnt mit dem Festivalgelände. An den Acts bitte nichts ändern, nur das nächste Mal ein bißchen mehr “freien Himmel”… Danke. Wirken #Moderat, #Bodi Bill und #Jarvis Cocker noch genialer. Das wars schon mit den Wünschen.
JARVIS hat mir das Wochenende gerettet!
Er war für mich vorher der Hauptact und ist es auch danach geblieben. Bin trotz meiner hohen Erwartungshaltung nicht enttäuscht worden…
Eine Stunde war mir persönlich nur leider viiiieeel zu kurz, aber irgendwas is ja immer!
…in diesem Sinne…
PULP forever !!!
[...] der Sound besser ist als im letzten Jahr, kann es eigentlich nur ganz gut werden. Also, wer ist [...]