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Berlin Festival 2010 - alles in allem

Nun denn, hätten wir auch den gekürzten Festivalsamstag geschafft. Erst einmal ein großes Lob an das Publikum – entspannt, kein bißchen aggressiv trotz der ganzen widrigen Umstände und mit viel Spaß und Begeisterungsfähigkeit vor den Bühnen.

Die relaxed feiernden Leute und die tollen Bands haben wahrscheinlich nicht nur mir das Festival gerettet. Gestern war Chilly Gonzales, (die gar nicht auf dem Line-Up angekündigten) Sizarr und Hot Chip. Letztere waren zwar irgendwie gut aber irgendwie auch anders – so bandmäßig und so gar nicht HotChipSoundig. Manche Songs hat man daher erst spät erkannt und obwohl sie der Haupact und gleichzeitig letzter Act des Festivalsamstags waren, gab es nach 55 Minuten Konzert nicht mal eine Zugabe. Sehr schade.

Aber trotzdem: die stimmige Auswahl der Acts durch die Veranstalter und den Spaß dieser auf der Bühne, hat das Festival trotzdem Spaß gemacht.

Dennoch bleibe ich dabei, wenn nächstes Jahr nicht meine absolute Lieblingsband dabei ist, sehe ich keinen Grund mir das noch einmal an zu tun.

Schade, aber 2. Chancen nacheinander sollte man eben nicht vertun.

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Kritik zum Berlin Festival 2010 auf lieinthesound.

Berlin Festival 2010 - schade, schade

Ach Mensch, es hätte ein gutes Wochenende mit dem Berlin Festival auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof in diesem Jahr werden können: Tolle Bands und Veranstalter, die sich die Kritik des letzten Jahres wenigstens teilweise zu Herzen genommen haben. Es gab dieses Jahr Festivalbändchen, einen größeren Festivalbereich und größere Bühnen, die vor allem in den beiden Hangar so gut wie möglich soundtechnisch mit vielen Abhängern und Stoffen vorbereitet wurden. Dementsprechend war der Sound zwar immernoch der einer großen Halle, aber eigentlich ganz gut und somit tausend mal Besser als im letzten Jahr.

Auch die Bands haben am ersten Abend durchweg Spaß gemacht. “Zola Jesus” gingen echt unter die Haut, “Goose” haben fett gerockt (warum man die Jungs allerdings schon so früh hat spielen lassen ist mir echt ein Rätsel…), die “Editors” haben viel Spaß auf der Bühne gehabt und das Publikum ist toll mitgegangen…..

Dann ging es aber los. Fever Ray hat auf einer der Hangarbühnen gespielt und vor jeder Hangarbühne gab es eine Schleuse (die bisher zwar auch schon negativ aufgefallen ist, weil sie das “Springen” von Bühne zu Bühne erheblich erschwert und gebremst haben, aber noch irgendwie funktioniert haben). Diese Schleuse wurde dann zugemacht, da nach Empfinden der Security zu viele Leute drin waren. Das war in diesem Moment schade für uns, aber noch okay, da wir die Info auf der zentralen Leinwand gesehen haben. Dementsprechend haben wir uns dann auch frühzeitig zum Hangar 4, wo 01:15 Uhr Caribou spielen sollte aufgemacht. Dann standen wir vor einer riesen Menschenmenge, haben uns aber erst nichts dabei gedacht – es stand ja keine Info auf der Tafel, alles schien okay und sich nur etwas wegen der Schleusen zu stauen. Leider waren die Schleusen aber schon zu, obwohl (so sagte einer der Security-Menschen später an der Schleuse) erst 2.000 der erlaubten 3.000 Menschen drin waren. Wie bitte?????!!!! Und dazu: keinerlei Info von der Security an die Leute, die sich immer stärker vor der Schleuse stauten. Keine Info auf der Leinwand, die man von dort aus noch sah. Einfach immer nur mehr Menschen. Und dazu dummbratzige Security, die daran teilweise irgendwie ihren Spaß hatten. Von Zeit zu Zeit wurden immer Mal ein paar Leute durchgelassen, was den Druck von hinten aber nur verstärkte. Wir hatten Glück und kamen durch – in eine bei weitem noch nicht gefüllte Halle….

Das hat mich echt geärgert. Man kann doch wenigstens Mal eine Ansage per Megaphon oder whatever machen, dass die Leute einfach wissen was los, sich entspannen und dann wahrscheinlich auch weggegangen wären. Unglaublich und unverantwortlich! Und das nach dem was bei der Love Parade passiert ist….  Da habe ich kein Verständnis für. Vielleicht hätte man auch einfach die Acts vom Hangar 4 oder 5 auf die MainStage verlegen können – dann wäre alles mega entspannt gewesen….

Ich bin dann auch nach Caribou nach Hause und habe vom “Abbruch” der Veranstaltung erst heute gelesen. Wobei mir vollkommen schleierhaft ist, was die gestern abgesagten Auftritte mit dem Fauxpax vorm Hangar 4 zu tun hatten. Danach war doch alles wieder entspannt. Man muss die Leute einfach nur informieren und dann passt das schon. Ist ja auch nicht so, als ob man Mal von der Hauptbühne hätte ne Ansage machen können… Und dann lese ich weiter, dass das heutige Samstagprogramm komplett und soweit es ging nach vorne verschoben wurde. Beginn ist jetzt 13:00 Uhr und Ende gegen 24:00 Uhr. Da frage ich mich doch, was das wiederum mit dem Schleusenproblem zu tun hat?? Andere Zeiten ändern nichts daran. Nur Information der Leute, die vor den Schleusen stehen oder auf dem Weg dahin sind, können helfen.

Ich verstehe das echt nicht und bin (zum 2. Mal) maximal genervt von diesem Festival. Ich kann für mich heute nur schon sagen, dass sie ihre (für mich) 2. Chance nicht genutzt haben und ich nicht wiederkommen werde – auch wenn ich nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt wohne.

Schade. Hätte ganz groß werden können.

Berlin Festival 2010 – Vorverkauf bis 31.03.

Ja ihr Lieben,

die Festivalsaison steht nun wirklich vor der Türe und da muss man sich jetzt langsam auch beim Berlinfestival, welches vom 10. – 11.09.2010 stattfindet, mal die Karten bestellen, um zumindestens noch die Vorverkaufskarten zu erhaschen: Bis zum 31.03.2010 können daher noch die VVK-Tickets für 49 e statt später 59 € bestellt werden.

Bis jetzt sind u.a. schon “Fever Ray” und “Boys Noize” bestätigt. Das ist ja mal ein Anfang. :)
Hier ist das gesamte (bisher best. Lineup): http://www.berlinfestival.de/line-up-2010/

Solange der Sound besser ist als im letzten Jahr, kann es eigentlich nur ganz gut werden. Also, wer ist dabei??

Errors – Die Entdeckung beim Berlin Festival

So ein Festival hat ja immer was Gutes, da man auf Bands trifft, die man vorher gar nicht kannte und die einen live meist vom Hocker reissen.

Beim Berlin Festival war es die erste Band, die uns am Freitag entgegen schallte; Errors aus Glasgow/ Schottland.
Toller Sound – vor allem und gerade auf einer Open Air Bühne. Zu Hause hört sich das zwar auch noch alles gut an, aber die Band gehört definitiv auf eine Bühne – am besten eine Open Air Bühne!

Werde die Jungs auf jeden Fall auf dem Radar behalten und hoffe diese Band bald mal wieder live sehen zu können! Wäre auf jeden Fall auch was für die Fusion oder das Melt im nächsten Jahr…. ;)

Und hier noch ein Video – hört mal rein:

Deichkind rocken das Berlin Festival

Letztes Jahr habe ich die Deichkinder nicht gesehen und umso mehr habe ich mich auf den Auftritt beim Berlin Festival gefreut… Und sie haben nicht enttäuscht!

Zwar haben sie nichts wirklich Neues geboten, aber das erwartet auch keiner! Die Show ist so wie sie ist, seit 3 Jahren perfekt. ;)

Krass ist auf jeden Fall was für eine Entwicklung die Band genommen hat. Vor 4 Jahren haben sie in Erfurt im Centrum noch vor 30-40 Leuten gespielt und heute kommen MASSSSSEN zu den Auftritten und selbst in Dorfdiskotheken gröllt jeder Idiot die Remmidemmi-Hymne mit… Soweit zu den Schattenseiten des Erfolgs….

Dennoch! Ich habe gefeiert bei den 1,5 Stunden wie schon lange nicht mehr! Und der Rest interessiert mich dann eigentlich auch nicht mehr…

Hier noch ein Mitschnitt von “Arbeit nervt” beim Berlin Festival 2009:



Berlin Festival 2009 – das schreiben die anderen

Hier findet man noch einige Berichte vom Berlin Festival am vergangenen Wochenende:

Moderat – “a new error” live beim Berlin Festival

Tolle 1 Stunde mit Modeselektor und Apparat.
Bei der Aufnahme (siehe Bass) merkt man auch schön, wie toll es in der Halle soundtechnisch war…. ;)



Fotos vom Berlin Festival 2009























Berlin Festival 2009 – Ein Augenzeugenbericht (pt. 2)

So denne, gerade aufgestanden nach einer langen Nacht auf dem Flughafen Tempelhof. Diesmal bin ich mit einem versöhnlicheren Gefühl aufgestanden.

Jarvis Cocker und Deichkind haben gestern so was von die Bühne und die Menge gerockt – jeder auf seine eigene Weise. Gerade von Jarvis Cocker, bei dem wir in der zweiten Reihe standen, war ich extrem positiv überrascht. Der ehemalige Pulp-Frontman kam auf die Bühne (krasse Ähnlichkeit mit Harald Schmidt in frühen Jahren) und hat mich sofort mit seiner extrem sympathischen witzigen Art in Bann genommen. Man hatte das Gefühl, dass er seinen Auftritt mindestens genauso genoss wie das Publikum, hat uns super mit Wort und “Tanz”  (echt origineller Tanzstil…) unterhalten und für einige Lacher gesorgt. Obwohl mir seine Musik nicht so sehr gefällt (okay, haut mich aber eben nicht um), war er ein absolutes Highlight und ich würde immer wieder zu einem seiner (seltenen) Konzerte gehen.

Deichkind dagegen haben (wie gewohnt) die Halle dermaßen gerockt. Wir standen wieder ziemlich weit vorne und ich kann reinen Herzens sagen, dass ich noch nie soviel während eines Konzertes geschwitzt habe…. ;) Die Show hat zwar nichts Neues geboten (Trampolin, Schlauchboot, Wasserpistolen, Fitnessgeräte und der bewährte Mülltüten-Neon-Style – aber genau das erwarte ich und rockt eben so dermaßen. Selten vergehen 1,5 h so schnell und sind mit so viel Ekstase – auf und vor der Bühne – gefüllt.

Zum Abschluss war Digitalism und der Typ von Hot Chip ganz nett – wobei  man bei Digitalism im Hangar wieder sehr unter der schlechten Soundqualität gelitten hat…. :(

Positiv wollte ich übrigens noch erwähnen, dass ich noch nie auf einem Festival war, wo die Anfangs- und Endzeiten so genau eingehalten wurde! Das ist ein echter Pluspunkt!

Als Fazit kann man den Veranstaltern nur folgende Punkte mit auf den Weg geben:

  • Bitte behaltet euer gutes Händchen bei der Auswahl der Acts bei!
  • Auch die Location war eigentlich ganz gut gedacht – jedoch schlecht umgesetzt. Wenn Auflagen verhindern, dass man das Festival auf einem eigentlich so coolen Gelände gut umsetzen kann (draussen, mehr Platz, auch für die Club-Stages), dann muss man sich vielleicht doch noch einmal nach einer Alternative umsehen…
  • Auch die NoGos, die ich gestern aufgezählt habe (keine Bändchen, Eintrittskarten-Problematik, kein “Start”-Tetrapak erlaubt und keine Möglichkeit Trinkwasser kostenlos zu bekommen) sollten echt überdacht werden.
  • Dann könnte es im  nächsten Jahr noch besser werden!

Bleibt zu sagen: Ich gehe jetzt erst einmal frühstücken und bin gespannt, ob sich die Veranstalter auch noch einmal äußern und ehrlich und gut gemeinte Kritik annehmen!
:)

In diesem Sinne…

PS: Fotos kommen nachher dann…

Twitter-Beiträge zum Berlin Festival (Part 1):

Den Heinzelmännchen-Flashmob wünsche ich mir auch! :o