Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.... :)

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Na da haben wir doch gestern mal wieder eine neue kuriose Clubadresse in Berlin besucht: Salon – Zur wilden Renate in Friedrichshain (Stralauer / Markgrafendamm)….und zwar zur Pyjama-Party mit Kissenschlacht.
Der Club an sich liegt in einem unsanierten Altbau und besteht aus mehreren Wohnungen in denen insgesamt 3 DJ-Räume sind…daneben gibt es aber etliche andere Zimmer, die mit Sofas, Sesseln, Hochbetten, Metallbetten, Kachelöfen, usw. eingerichtet sind…eben der angesagte Altbau-WG-Club-Athmosphären-Stil (oder so ähnlich). Musik war nach einigen Reinfällen bei den letzten Unternehmungen dieser Art ziemlich gut und auch die Leute, die den Club betreiben sind echt nett und mal eine angenehme Abwechslung gegen das ansonstige Mafioso-Türsteher-Gehabe! Nein, hier wird man noch persönlich und im Pyjama empfangen und bequatscht… 
Hingehen lohnt sich erst ab 01:30 Uhr, voll wird es erst nach 2…kein Wunder, das Programm zieht sich auch bis Sonntagabend 23 Uhr, da muss man halt spät anfangen, nicht wahr Kinners?! 
Einziger Wehmutstropfen: gefühlte 80 % Touris…und die geben ja auf der Tanzfläche und beim Flirten alles (was meist viel zu viel ist…).
Höhepunkt: Die Kissenschlacht am frühen Morgen. Dazu nehme man einen Raum, bestückt ihn mit ca. 30 billigen IKEA-Bettkissen und gebe den Startschuss zur Kissenschlacht… Wer schon immer mal wissen wollte, wie viele IKEA-Kissen von innen in einem Raum verstreut aussehen, kommt hier auf seine Kosten! habe heute noch die Flocken aus meiner Kleidung gepflückt…
Wer also auf abgef… WG-Athmosphäre mit guter elektronischer Musik und bunt gemischten Publikum steht, ist hier bestens aufgehoben!
Da schlendert man so nichtsahnend die Münzstraße in Berlin lang, plötzlich hört man laute Musik…und hmh… die Stimme kennt man doch?! Und tatsächlich: Zum Re-Opening vom IC! in der Max-Beer-Straße stehen The whitest boy alive im Schaufenster, 2 große Boxen stehen auf der Straße und bestimmt 250 Leute stehen im Nieselregen und freuen sich über den unerhofften Musikgenuss…Leider haben wir nur die letzten 10 Minuten mitbekommen, dann wurden die Rolladen runtergelassen… 
Trotzdem, nett!

Seit Sonntag hat es in Berlin mehr oder weniger die ganze Woche durchgeschneit…Vor allem gestern und vorgestern haben wir uns in unserem Glasbüro (breite Fensterfront mit Fenster von der Decke bis zum Boden) wie in einer Schneekugel gefühlt…herrlich! Winter kann echt toll sein…Bis heute: Bei knapp über Null Grad matscht es jetzt so richtig ecklig da draussen. Werde heut nicht mehr als notwendig vor die Tür gehen sondern es mir zu Hause auf der Couch bequem machen.
Finally we made it!
Am Samstag haben wir es endlich in die Panorama Bar bzw. ins Berghain geschafft. Bisher kam doch irgendwie immer was dazwischen und das Vorhaben mußte verschoben werden…obwohl jeder davon in den höchsten Tönen geschwärmt hat…
Und dieser Club ist echt noch einmal eine ganz andere, krasse, beeindruckende, bizarre, geile Nummer! Alleine die Location ist echt einzigartig: ein altes Fabrikgebäude, groß, rauh, schmutzig, irgendwie abgefuckt aber doch mit Charme. Man muß es glaube ich gesehen haben um zu verstehen… Und das trifft auch aufs Publikum zu. Das Berghain ist ja schon sehr bekannt auch als Schwulentreff und so sieht man nackte Oberkörper überall, sieht 3-4 Männer zur gleichen Zeit aus einer Toilette kommen…und trotzdem war es mit Abstand seit langem das angenehmste Publikum und die beste Feieratmosphäre: Leute die Spaß an der Musik haben, weniger Leute die sich nur da sind um sich selbst darzustellen, keine Neon-Kiddies-Spinner, keine Prolls…einfach angenehm um die Musik zu geniessen und ungestört zu tanzen.
Das war definitiv nicht der letzte Abend/Nacht/Morgen dort…
Achso, Musik war übrigens auch geil: in der Panorama Bar hat Luomo live gespielt und im Berghain ging es ganz schön laut, rotzig und hart zu. Unter anderem mit Speedy J…Aber zum Tanzen einfach nur genau das richtige!
Und da es verboten ist, Fotos innen zu machen, hier ein paar Links zu Seiten mit Fotos von der Panorama Bar / Berghain: hier, hier und hier.
Als wir Sonntagabend bzw. Montagfrüh aus dem Kino raus sind, lag der ganze Platz am Fernsehturm unter einen fetten Schneeschicht bedeckt und es schneite traumhafte Flocken.
Kurzentschlossen sind wir dann (die letzte Bahn ist kurz nach 24 Uhr bereits gefahren) statt mit dem Taxi zu Fuß nach Hause gelaufen. Und so habe ich Berlin noch nie erlebt. Der Alex ausgestorben, weiß, sauber und ruhig. Karl-Marx-Allee, gleiches Bild. Ganz Berlin schien irgendwie verzaubert. Selten bin ich so gerne soweit gelaufen…Und glücklicherweise hatte ich meine Kamera mit um diesen tollen Moment einzufangen (Alexanderplatz, Alexanderstraße, Karl-Marx-Alle):


Gestern war ich traditionsgemäß mit meiner Mama und Freund auf dem Weihnachtsmarkt. Eigentlich wollten wir wie letztes Jahr vom Alex zum Weihnachtsmarkt am Opernpalais schlendern, sind dann aber auf dem sehr liebevoll gestalten Weihnachtsmarkt um den Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus ‘hängen geblieben’.
Um den Brunnnen herum kann man kostenlos Schlittschuh laufen (und auch welche ausleihen). Außer dem sehr schönen Riesanrad und 3-4 traditionellen Fahrgeschäfte für Kinder wird man hier nicht von Kitsch, Rummel und Lautstärke belästigt. Das Highlight für uns Mädels: Ein Negerkuss-Stand….!!! Mit um die 10 Sorten…Lecker!! Außerdem gibt es viele schöne Stände und auch Holzhäuschen in denen man sich bei einem Glühwein aufwärmen kann!
Wer auf wirklich schöne und altmodische Weihnachtsmärkte ohne Kitsch und Neonreklame steht, fühlt dich hier bestimmt gut aufgehoben!!
Im Blog von meineNachbarschaft.de wurde gerade die Frage aufgeworfen, warum ich gerne in meiner Nachbarschaft lebe…Mhmm, gute Frage. Ich kann das so sehr gar nicht auf einen ganz bestimmten Stadtteil in Berlin fokussieren…eher so auf ganz Berlin, vor allem aber doch Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg und Mitte. Ich mag einfach die Mischung der Leute hier…und egal wie man gerade rumläuft (bestes Beispiel ist ja wohl mein kaum beachtetes Halloween-Outfit…), es ist einfach egal….und auch wie andere Leute rumlaufen ist nicht wichtig…eher interessant. So ist mir das bisher in keinen anderen Großstadt ausser vielleicht London aufgefallen (und selbst dort eher nur in Bezirken wie Camden). Das ist Berlin und das macht es hier angenehm zu wohnen….
Allerdings gibt es da auch eher unangenehme Nebenwirkungen: Damit Leute doch auffallen, müssen sie sich natürlich krasse Sachen einfallen lassen…anders ist die ganze Neon-Epidemie hier sonst nicht zu erklären… Trotzdem, es lebe die Freiheit hier relativ unabhängig von Anziehzwängen zu leben!
Darum ist Berlin toll!
Boah, am Wochenende sind wir am Watergate vorbei und haben einen schnellen Blick auf das Programm geworfen…und das verspricht in den nächsten Wochen so einiges…Hier ein paar Schmanckerl:
- Samstag 01.11. M.A.N.D.Y.
- Mittwoch 05.11. Richie Hawtin
- Samstag 08.11. DJ Koze und Sascha Funke
- Freitag 21.11. Ellen Allien
Mein einziges Problem mit dem Watergate: Anstehen ohne Zeitlimit…
Es gibt viele Momente und Gegebenheiten hier, wo ich immer denke: “Typisch Berlin!”
Gestern war mal wieder so ein Moment…Wir waren auf dem Weg zum Karrera Club im Lido (übrigens def. nur für Indie-Fans zu empfehlen – als Konzertlocation aber wahrscheinlich ganz nett….) und müssen dazu über die Oberbaumbrücke laufen…mitten auf der Brücke dann nette Beats und tanzende Menschen. Grund des Auflaufs: DJ hat sein Pult in der Mitte der Brücke über die Spree aufgebaut und vesorgt die Leute mit netten elektronischen Beats…Sehr geil! Leider waren wir veabredet und mußten gleich weiter….
Trotzdem: Das ist Berlin….
Im Frühjahr / Sommer diesen Jahres gab es hier eine groß angelegte Image-Kampagne (Sei Berlin!) für Berlin! Alt- und Neu-Berliner wurden dazu aufgerufen ihre Berlin-Geschichte zu erzählen und Vorschläge für eine Slogan einzureichen. Gewonnen hat der Slogan: “Sei einzigartig, sei vielfältig, sei Berlin!”…
Derzeit ist der Bahnsteig des Ostbahnhofs mit vielen der anderen Vorschläge plakatiert….mein Favorit:
 sei berlin
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