Ach Mensch, es hätte ein gutes Wochenende mit dem Berlin Festival auf dem Gelände des Flughafen Tempelhof in diesem Jahr werden können: Tolle Bands und Veranstalter, die sich die Kritik des letzten Jahres wenigstens teilweise zu Herzen genommen haben. Es gab dieses Jahr Festivalbändchen, einen größeren Festivalbereich und größere Bühnen, die vor allem in den beiden Hangar so gut wie möglich soundtechnisch mit vielen Abhängern und Stoffen vorbereitet wurden. Dementsprechend war der Sound zwar immernoch der einer großen Halle, aber eigentlich ganz gut und somit tausend mal Besser als im letzten Jahr.
Auch die Bands haben am ersten Abend durchweg Spaß gemacht. “Zola Jesus” gingen echt unter die Haut, “Goose” haben fett gerockt (warum man die Jungs allerdings schon so früh hat spielen lassen ist mir echt ein Rätsel…), die “Editors” haben viel Spaß auf der Bühne gehabt und das Publikum ist toll mitgegangen…..
Dann ging es aber los. Fever Ray hat auf einer der Hangarbühnen gespielt und vor jeder Hangarbühne gab es eine Schleuse (die bisher zwar auch schon negativ aufgefallen ist, weil sie das “Springen” von Bühne zu Bühne erheblich erschwert und gebremst haben, aber noch irgendwie funktioniert haben). Diese Schleuse wurde dann zugemacht, da nach Empfinden der Security zu viele Leute drin waren. Das war in diesem Moment schade für uns, aber noch okay, da wir die Info auf der zentralen Leinwand gesehen haben. Dementsprechend haben wir uns dann auch frühzeitig zum Hangar 4, wo 01:15 Uhr Caribou spielen sollte aufgemacht. Dann standen wir vor einer riesen Menschenmenge, haben uns aber erst nichts dabei gedacht – es stand ja keine Info auf der Tafel, alles schien okay und sich nur etwas wegen der Schleusen zu stauen. Leider waren die Schleusen aber schon zu, obwohl (so sagte einer der Security-Menschen später an der Schleuse) erst 2.000 der erlaubten 3.000 Menschen drin waren. Wie bitte?????!!!! Und dazu: keinerlei Info von der Security an die Leute, die sich immer stärker vor der Schleuse stauten. Keine Info auf der Leinwand, die man von dort aus noch sah. Einfach immer nur mehr Menschen. Und dazu dummbratzige Security, die daran teilweise irgendwie ihren Spaß hatten. Von Zeit zu Zeit wurden immer Mal ein paar Leute durchgelassen, was den Druck von hinten aber nur verstärkte. Wir hatten Glück und kamen durch – in eine bei weitem noch nicht gefüllte Halle….
Das hat mich echt geärgert. Man kann doch wenigstens Mal eine Ansage per Megaphon oder whatever machen, dass die Leute einfach wissen was los, sich entspannen und dann wahrscheinlich auch weggegangen wären. Unglaublich und unverantwortlich! Und das nach dem was bei der Love Parade passiert ist…. Da habe ich kein Verständnis für. Vielleicht hätte man auch einfach die Acts vom Hangar 4 oder 5 auf die MainStage verlegen können – dann wäre alles mega entspannt gewesen….
Ich bin dann auch nach Caribou nach Hause und habe vom “Abbruch” der Veranstaltung erst heute gelesen. Wobei mir vollkommen schleierhaft ist, was die gestern abgesagten Auftritte mit dem Fauxpax vorm Hangar 4 zu tun hatten. Danach war doch alles wieder entspannt. Man muss die Leute einfach nur informieren und dann passt das schon. Ist ja auch nicht so, als ob man Mal von der Hauptbühne hätte ne Ansage machen können… Und dann lese ich weiter, dass das heutige Samstagprogramm komplett und soweit es ging nach vorne verschoben wurde. Beginn ist jetzt 13:00 Uhr und Ende gegen 24:00 Uhr. Da frage ich mich doch, was das wiederum mit dem Schleusenproblem zu tun hat?? Andere Zeiten ändern nichts daran. Nur Information der Leute, die vor den Schleusen stehen oder auf dem Weg dahin sind, können helfen.
Ich verstehe das echt nicht und bin (zum 2. Mal) maximal genervt von diesem Festival. Ich kann für mich heute nur schon sagen, dass sie ihre (für mich) 2. Chance nicht genutzt haben und ich nicht wiederkommen werde – auch wenn ich nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt wohne.
Schade. Hätte ganz groß werden können.




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